Abschlussprüfung an der Realschule

Allgemein:

Folgende Fächer werden geprüft:

Schriftlich:

  • Deutsch
  • Mathematik
  • Erste Fremdsprache (zusätzlich die EuroKom-Prüfung)

Mündlich:

  • Eine fachinterne Prüfung in NWA
  • Eine fachinterne Prüfung in den Wahlpflichtfächern Französisch, MUM oder Technik
  • Eine fächerübergreifende Kompetenzprüfung

 

Der Religionsunterricht und die neue Prüfungsordnung:

Religion wird von der fächerübergreifenden Kompetenzprüfung betroffen sein, weil die Schülerinnen und Schüler hier Stoff aus zwei Fächern wählen müssen. Eines dieser Fächer kann Religion sein.
Wie läuft diese Prüfung ab?

1. Schritt: Gruppenbildung und Themenfindung

3 – 5 Schülerinnen und Schüler finden sich in einer Kleingruppe und entscheiden über das Thema (z.B. Geschichte: Drittes Reich, Ev. Religion: Der Kirchenkampf). Dieses sollte vorwiegend aus dem Stoff der Klassen 9 und 10 gewählt werden. Sie müssen dieses Thema bis zu den Herbstferien bei der Schulleitung gemeldet haben.

2. Schritt: Themen- und Lehrerzuteilung

Die Schulleitung entscheidet in Absprache mit der Stufenkonferenz darüber, ob sie dieses Thema zulässt und welche zwei Lehrer/innen sie dieser Gruppe zuweist. Die SuS können ihr Projekt also nicht nach der Lehrerin / dem Lehrer auswählen.

3. Schritt: Vorbereitungsphase

Die Schüler/innen erarbeiten ihr Thema projektorientiert. Sie werden dabei von Lehrer/innen beraten. Es empfiehlt sich, feste Beratungszeiten einzurichten, damit die SuS nicht das Gefühl haben, unterschiedlich lange beraten worden zu sein.

Nach der Bekanntgabe der Jahresnoten haben die SuS 3 Wochen Zeit, sich intensiv auf diese Prüfung vorzubereiten. Sie erstellen eine Dokumentation, die sie rechtzeitig vor der Prüfung abgeben müssen und den Prüfern als Vorlage dient.

4. Schritt: Die Prüfung

Zuerst präsentieren die Schüler und Schülerinnen als Gruppe ihr Thema, sie werden aber individuell beurteilt. Anschließend findet eine mündliche, fachbezogene Einzelprüfung statt.

Für jeden Prüfling stehen 15 Minuten zur Verfügung.

D.h. in der Praxis, 7,5 Minuten für die Präsentation und 7,5 Minuten für die mündlichen Prüfung – jeweils für zwei Fächer. Also hat der Fachlehrer/die Fachlehrerin wenig mehr als jeweils 3 Minuten für das jeweilige Fach zur Verfügung.
Die Arbeitsphase während des Schuljahres und die Dokumentation werden nicht benotet, fließen also nur indirekt in die Note ein. Benotet wird nur die Leistung in diesen 15 Minuten.

Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg hat eine Handreichung herausgegeben: "Handreichung zur neuen Realschulabschlussprüfung". In diesem Heft finden sich ganz ausführlichen Darstellungen zur neuen Prüfungsordnung.


 

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