Multireligiöse Feiern

Bei Trauerfällen können sich gemeinsame religiöse Feiern nahelegen.

Wichtig ist grundsätzlich, sofort mit den Vertretern der anderen Religionen Kontakt aufzunehmen und von Anfang an gemeinsam zu planen.

Dabei ist am einfachsten die "Liturgische Gastfreundschaft". Dies bedeutet, dass eine Gemeinde einlädt und Mitglieder der anderen Religionen zu Gast sind.

Eine erweiterte Form ist die "Multireligiöse Feier". Diese Feier wird von den Religionen gemeinsam gestaltet, allerdings führt jede Gruppe ihre eigenen liturgischen Handlungen durch und formuliert auch eigene Gebete. Es ist also mehr ein "nebeneinander", das gemeinsam abgesprochen ist. Zu Bedenken ist der Ort und die Gestaltung. So sind Musik und Gesang in Moscheen nicht üblich. Es bietet sich an, die Feier an einem "neutralen" Ort durchzuführen.

Bei "Interreligiösen Feiern" werden auch gemeinsame Gebete formuliert. Dazu gibt es Literatur und Vorlagen.

Sowohl die Evangelische als auch die Katholische Kirche haben dazu Handreichungen erstellt:

  • Gemeinsam feiern - voneinander lernen
    Leitfaden für multireligiöse Feiern in der Schule
    Diözese Rottenburg-Stuttgart

  • Begegnen - Feiern - Beten
    Handreichung zur Frage interreligiöser Feiern von Christen und Muslimen
    Evangelische Landeskirche Württemberg

  • Lobet und preiset ihr Völker!
    Religiöse Feiern mit Menschen muslimischen Glaubens
    Sehr ausführlicher Reader des Zentrums für Ökumene der Ev. Kirche von Hessen und Nassau

  • In Ulm und Neu-Ulm finden bereits interreligiöse Friedensgebete statt. Aus diesem Grund gibt es dazu konkrete Beschlüsse und Vorschläge:
    Gemeinsam vor Gott
 
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